Fotos für die Firmenwebsite
Flottmacher · Inhalte · 6 Min. Lesezeit
Warum echte Bilder zählen
Besucher erkennen Stockfotos schnell: perfekt ausgeleuchtete Menschen in fremden Räumen. Sie wirken beliebig und sagen nichts über deinen Betrieb. Echte Bilder von deiner Arbeit, deinem Team und deinen Räumen schaffen Vertrauen, auch wenn sie nicht perfekt sind. Sie zeigen, dass es dich gibt.
Diese Motive solltest du haben
- Außenansicht des Betriebs oder Fahrzeug mit Beschriftung, damit Kunden dich wiedererkennen.
- Porträt von dir oder der Inhaberin und Gruppenbild des Teams.
- Arbeitsbilder: Hände bei der Arbeit, Werkzeug, Material, Behandlungsraum.
- Ergebnisse: fertige Projekte, Frisuren, Fassaden, sanierte Räume, am besten vorher und nachher.
- Details, die zeigen, wie sorgfältig du arbeitest.
- Bei Ladenlokal und Praxis: Eingang, Empfang, Wartebereich.
Mit dem Handy gute Bilder machen
Moderne Smartphones reichen für den Start. Die meisten schlechten Bilder scheitern nicht an der Kamera, sondern an Licht und Hintergrund. Putze die Linse, fotografiere bei Tageslicht und stelle dich so, dass das Licht von der Seite oder von vorn kommt, nicht von hinten.
- Querformat für die Website, Hochformat nur zusätzlich.
- Aufräumen: Hintergrund frei von Müll, Kabeln, privaten Gegenständen.
- Gerade ausrichten, sodass Horizont und Wände nicht schief sind.
- Nicht zoomen, lieber näher herangehen.
- Mehrere Aufnahmen pro Motiv machen und die beste auswählen.
- Keine Filter und starke Effekte, die Farben verfälschen.
Fotos planen: eine kleine Shotlist
Ein Fototermin gelingt, wenn du vorher festhältst, was du brauchst. Schreibe eine Liste mit zehn bis fünfzehn Motiven und hake sie ab. Plane die Zeit bei gutem Licht ein, bei Außenaufnahmen morgens oder am späten Nachmittag. Bitte das Team, saubere Arbeitskleidung zu tragen, und räume Werkstatt, Praxis oder Salon vorher auf. Fotografiere ruhig mehr, als du brauchst: Die Auswahl macht später den Unterschied.
Vorher-nachher und Arbeitsfotos
Vorher-nachher-Paare funktionieren gut, wenn Perspektive und Licht gleich sind. Stelle dich beim zweiten Foto an dieselbe Stelle. Arbeitsfotos wirken am glaubwürdigsten, wenn sie nicht gestellt aussehen: Hände, Werkzeug, Material im Einsatz. Gesichter von Kunden bleiben aus dem Bild, es sei denn, sie haben zugestimmt. Auf Baustellen und in Werkstätten achte auf Sicherheit: Schutzausrüstung und aufgeräumte Bereiche gehören zum Eindruck.
Wann sich ein Fotograf lohnt
Für Porträts, Teamfotos und das Titelbild der Startseite lohnt sich oft ein professioneller Termin, weil diese Bilder alles prägen. Ein halber Tag mit einem Fotografen kostet je nach Region und Umfang grob einen drei- bis niedrigen vierstelligen Betrag. Frage vorher, welche Nutzungsrechte enthalten sind und ob du die Bilder auch für Flyer und Profile verwenden darfst.
Rechte und Datenschutz
Du darfst nur Bilder verwenden, an denen du die Rechte hast. Das gilt für Fotos aus dem Netz genauso wie für Bilder, die ein Bekannter gemacht hat: Kläre die Nutzung schriftlich. Sind Personen erkennbar, brauchst du in der Regel ihre Einwilligung. Das betrifft Mitarbeiter, Kunden und Patienten. Lass dir Einwilligungen vom Team geben und halte fest, was passiert, wenn jemand den Betrieb verlässt. Diese Hinweise sind keine Rechtsberatung.
Bilder für die Seite aufbereiten
Große Originaldateien bremsen die Seite. Für die Website reichen meist Breiten bis etwa 2000 Pixel, in modernen Formaten wie WebP oder AVIF. Vergib sprechende Dateinamen und kurze Alternativtexte, die beschreiben, was zu sehen ist. Wir bereiten Bilder bei der Erstellung für dich auf. Wie du die Ladezeit zusätzlich verbesserst, steht im Ratgeber zur Ladezeit.
Ordnung und Archiv
Lege einen Ordner für Website-Bilder an, nach Jahr und Projekt sortiert, und halte dort Originale und aufbereitete Fassungen getrennt. Notiere zu jedem Projekt kurz, wann und wo es entstand und ob Kunden zugestimmt haben. So findest du später schnell passende Bilder für Referenzen, Profile und Bewerbungen und weißt, was du zeigen darfst. Sichere den Ordner zusätzlich auf einem zweiten Speicher oder in einer Cloud, denn Handyfotos gehen leicht verloren, wenn das Gerät kaputtgeht.
Prüfe zudem, ob in den Metadaten der Bilder Standortdaten stehen, und entferne sie vor der Veröffentlichung, wenn sie private Orte verraten könnten.
Häufige Fragen
- Wie viele Bilder braucht eine kleine Website?
- Zehn bis zwanzig gute Bilder reichen meist für den Start. Mehr bringt nur, wenn sie etwas Neues zeigen.
- Darf ich Fotos von Kunden zeigen?
- Nur mit Einwilligung, wenn Personen erkennbar sind. Bei Arbeiten in Privaträumen frage auch nach der Zustimmung für Innenaufnahmen.
- Sind KI-Bilder eine Alternative?
- Für Stimmung eventuell, für Arbeitsproben und Teamfotos nicht. Sie würden etwas zeigen, das es nicht gibt.
- Kann ich Bilder meines Herstellers nutzen?
- Nur, wenn der Hersteller es erlaubt. Frage nach den Nutzungsbedingungen und halte die Zusage schriftlich fest.
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